Nach gutem Frühstück ging es heute morgen entspannt vom wunderschönen Krokane-Zeltplatz in Florø weiter in Richtung Norden. Geplant war die Wanderung am Hornelen auf der Insel Bremangerlandet. Es ist die höchsten Meeresklippe Europas und eines der markantesten Seezeichen Westnorwegens. 860 Meter ragt der sagenumwobene Sandsteinkoloss nahezu senkrecht aus dem Fjord Frøysjøen und dem Gezeitenstrom Skatestraumen.

Leider spielte das Wetter nicht mit – der Hexenfelsen war von dichten Wolken umhüllt. Angeblich sammeln sich an Mittsommer die Hexen da oben, um mit dem Teufel zu buhlen. Der erste Bericht zu diesem Felsen stammt aus der Saga-Zeit. König Olaf Tryggvason soll um 995 die Wand durchstiegen sein und auf dem Gipfel sein Wappen aufgestellt haben. Als ein Hirte das Schild holen wollte, verstieg er sich in der Wand und kam weder vor noch zurück. Der König kletterte angeblich ein zweites Mal hinauf und brachte den Hirten sicher zurück. Als König Olav der Heilige 1020 am Hornelen vorbeifuhr, rief ein Troll aus der Wand: „Sag du Mann mit weißem Bart, was segelst du an meiner Bergwand vorbei?“ Daraufhin verwandelte der Sage nach Olav den Troll mit einem Bannspruch in Stein. Wir genossen den spektakulären Felsen von unten und fuhren weiter in Richtung Nordfjord. Der nördlichste Fjord in Sogn og Fjordane ist 110 km lang. Er verläuft von Måløy im Westen bis Stryn an der Grenze zu Ostnorwegen. Auf dem Weg machten wir noch einen Abstecher zum Naturspektakel „Kannesteinen“.

Er wurde von losem Gestein und den Wellen geformt. Der Stein ist becherförmig abgeschliffen und misst heute 3-4 Meter. Durch Kieselsteine bildeten sich über Jahrtausende zig Mulden, welche die interessante Form des Kannesteins hervorbrachten. Nach dem Fotomotiv ging es in Richtung Golfplatz in Selje. Es klarte zunehmend auf, und wir spielten eine herrliche 9-Loch-Runde und mit grandiosem Blick auf den Fjord.

Weiter ging es in Richtung Vestkapp. Kurz vorher biegt eine Serpentinenstraße links ab zu einem der schönsten Strände Norwegens.

Der Hoddevik-Strand liegt spektakulär zwischen zwei Felswänden. Er ist ein beliebtes Surferparadies. Wir bekamen für 36 Euro einen Stellplatz direkt am Strand mit Blick aufs Meer.

Nach Strandspaziergang gab es zum Abendessen nigerianisches Rinderfilet und Salat. Lecker.




































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