Die Fjordstadt Molde wird wegen der Rosengärten und ihrer üppigen Vegetation auch „Stadt der Rosen“ genannt – wer hätte dies hier oben im Norden von Vestlandet erwartet?
Der Begriff „Molde-Panorama“ bezieht sich auf die Landschaft: vom Aussichtspunkt Varden kann man bei schönem Wetter 87 schneebedeckte Gipfel der Romsdalalpen sehen. Und wir hatten heute dieses Wetter. Startpunkt unserer gut 4 stündigen Wanderung war nicht der Parkplatz am Varden, sondern ein Parkplatz am See südlich etwa 1,5 km entfernt. Als Orientierung gibt es hier einen herrlichen Grill- und Spielplatz. An der Streckenlänge ändert sich nichts. Es waren gut 11 Kilometer und ca. 500 Höhenmeter. Wir wanderten bei herrlichem Wetter in Richtung Varden, von dem es die ersten grandiosen Ausblicke auf Molde gibt.
Hier ging es auf der Sjennarheia durch das Hochland Tjønndalsheia bis zur Skihytta. Von hier führt der Pfad nordwärts bis zu den wunderschönen Seen Audunstjørnan und nun steiler zur aussichtsreichen Moldeheia mit dem Tusenårsvarden, dem im Jahr 2000 eröffneten „Jahrtausendsteinmal“ mit Panorama der Fjord- und Bergwelt rund um Molde. Von der Moldeheia senkt sich der Pfad zu einem Moor und geht dann ziemlich steil – etwa 200 Höhenmeter – bergab bis zu einem Wirtschaftspfad. Der Abstieg war anspruchsvoll, aber machbar.
Der Rückweg ging durch einen herrlichen Birkenwald bis zum Parkplatz auf entspannten Wegen. Am Auto angekommen, ging es einkaufen in Molde, denn heute Abend kochen wir Risotto mit Garnelen und Erbsen und zwar auf der Storseisund-Brücke. Auf dem Weg dorthin entschieden wir uns aufgrund des herrlichen Wetters zum Farstadsanden zu fahren.
Der traumhafte Strand liegt eingebettet von Bergen südlich der Storseisund-Brücke, welche als bekannteste und spektakulärste Brücke Norwegens gilt und sich als Teil der Atlantikstraße (Atlanterhavsveien) über 8,3 Kilometer erstreckt.
Sie verbindet nicht nur verschiedene kleine Inseln und Schären entlang der norwegischen Küste miteinander, sondern ist für ihr beeindruckendes, kurvenreiches Design bekannt, das den Eindruck erweckt, als ob sie ins Leere führt, besonders wenn man sich ihr aus einem bestimmten Winkel nähert. Das optische Phänomen hat ihr den Spitznamen: „die betrunkenste Brücke der Welt“ eingebracht. Architektonisch ist sie eine Bogenbrücke aus Beton. Ihr Bau begann im August 1983 und wurde im Juli 1989 abgeschlossen. Die Atlantikstraße, einschließlich der Storseisund-Brücke, wurde am 7. Juli 1989 offiziell eröffnet und ist heute unstrittig eine der beliebtesten Touristenattraktionen in Norwegen. Die Route führt von Molde nach Kristiansund und wurde mehrfach als eine der schönsten Autostrecken der Welt ausgezeichnet. Wir suchten uns in der Mitte der Brücke einen herrlichen, windgeschützten Stellplatz zum Übernachten und genossen nach dem Essen den grandiosen Sonnenuntergang.
Was für eine Tag! Danke, liebe Mama für das wiederum herrliche Wetter. Morgen geht es an den Geiranger Fjord.
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