Heute führte uns der Weg nach Santa Brigida im Nordosten der Insel. Es ist ein beschauliches Städtchen am Rande der Hauptstadt. Ehrwürdig, mehr als hundert Jahre alte mehrstöckige Villen und Herrenhäuser erinnern daran, dass Santa Brigida schon Ende des 19. Jahrhunderts ein beliebter Kurort reicher Nordeuropäer war. Hier wurden die ersten Hotels eröffnet und Achtung! auch der älteste Golfplatz Spaniens, der 1891 gegründete wurde und am spektakulären Kraterrand Caldera de Bandama liegt. Da wir diese Wanderung bereits unternommen hatten und heute Golfen anstand, hier ein paar interessante Informationen….

Der Krater von Bandama liefert ein interessantes Beispiel für die jüngste Vulkantätigkeit auf Gran Canaria, die im übrigen vor ca. 3000 Jahren beendet wurde. Schwarze Lavahänge kontrastieren grüne Pflanzenteppiche und die in den Steilhängen gekerbten Höhlen. Eine Wanderung lohnt sich in den 240 m tiefer gelegenen Krater hinab. Es ist eine Abgeschiedene Oase mit Palmen- und Ölbaumhainen. Die Tour dauert ca. 2 Stunden.

Selbiger ist mit 1000 Metern Durchmesser der größte der Insel. Auf dem 200 m tiefen Grund liegt ein kleines Gehöft, das man in gut einer Stunden erwandern kann. Es geht natürlich auch ein Rundweg um den Krater.

Beides ließen wir heute aufgrund der geplanten Golfrunde aus, die ab 10 Uhr startete. Das Golfhaus ist unglaublich mondän. Alte Möbel und strickte Etikette zeichnen den Golfclub aus.

Seine Lage bietet immer wieder spektakuläre Blick auf den Krater und die umliegende Berglandschaft. Jedes Loch ist einfach ein landschaftliches Erlebnis. Wir hatten Glück. Vor uns spielte eine schnelles 3er Flight, und wir durften zu zweit abschlagen. Landschaftlich ein grandioser Platz. Einzige Kritik haben wir an den Platzarbeitern. Es wird an fast jedem Loch gearbeitet. Bei erwarteter guter Platzbeschaffenheit haben wir dafür Verständnis. Der Etikette nach wird aber die Maschinerie abgestellt, wenn Golfer abschlagen oder auch auf dem Platz schlagen.

Das ist hier leider nicht der Fall. Vor dem Hintergrund der Historie des Clubs und des nicht unerheblichen Greenfee sollte diese Etikette eigentlich klar sein und eingehalten werden. Wir haben es dennoch genossen, hier 18 Loch zu spielen. Das Wetter war grandios. Danach ging es einkaufen, um am Abend die Paella vorzubereiten. Wir genossen den späten Nachmittag in der Finca (Sonne, Lesen, Whirpool) und das Abendglühen bei Sonnenuntergang.